Freitag, 27. Februar 2004, auf See, Taiwan Straße, sonnig,16°, Wind NE2-3
Dieser Abschnitt wird, bedingt durch Landnähe, mit vielen Fischern befahren. Teilweise sehr
kleine Boote, schlecht auf dem Radar zu erkennen,
dazu ist die Sicht schlecht. Wettermäßig herrscht
hier die meiste Zeit Schlechte Sicht oder Nebel.
Kalte Luft aus dem Norden überdeckt die warme
Luft aus dem Süden.
Mittagsbreite: 24°N 118°E, 30sm vor Xiamen. Ab
13:00 langsame Fahrt, laut Agent Pier nicht frei,
Lotse um 15:00 an Bord, 16:00 fest und warten auf
die Emigration, denn der nimmt die Pässe mit und
bringt sie nach 2 h wieder. Kein Warten, mit Kopie
des Reisepasses und Landausweis gings los in die Stadt. Der Capt. trägt alle Passagiere als
Besatzungsmitglieder ein, dies brauchen für China kein Visum.
Xiamen, Hafenstadt in der Provinz Fujian, auf einer Insel an der Formosastraße. Xiamen ist
Fischerei- und Produktionszentrum in der Nähe der taiwanesischen Insel Quemoy.
Industriebranchen der Stadt sind u. a. Schiffbau, Lebensmittel- und chemische Industrie.Mitte
des 16. Jahrhunderts kamen portugiesische Händler nach Xiamen, denen im 17. Jahrhundert
Briten und Franzosen, im 18. Jahrhundert Holländer folgten. Mitte des 18. Jahrhunderts
wurde die Stadt für Ausländer geschlossen und erst 1842 wieder geöffnet, als die Briten
während des Opiumkrieges die Stadt einnahmen. Im späten 19. Jahrhundert war Xiamen ein
bedeutendes Exportzentrum für Tee und Tor des Handels mit Taiwan. Nach Abbruch der
Handelsbeziehungen mit Taiwan 1949 entwickelte sich die Stadt zu einem Industriezentrum,
und die Eisenbahn- und Straßenverbindungen wurden ausgebaut. Die Einwohnerzahl beträgt
etwa 530.000.