Freitag, 5. März 2004, auf See, Nordspitze Sumatra, wolkig, Regenschauer, 28°, NE4-5
Frau H hat den 3. Tag Fieber, manchmal Schüttelfrost und erhöhten Puls, Verdacht auf
Malaria. Capt. ruft den Doktor in Cuxhaven an, 02:00 an, alle Symptome entgegen genommen,
Beratung, Rückruf am Nachmittag, keine Diagnose. Um heraus zu kriegen, was es ist, soll das
fiebersenkende Mittel abgesetzt werden.
Mittagsort: 006°N 096E, Postkarten schreiben um sie in Colombo los zu werden. Nach dem
Kaffee nochmals mit Olaf in die Maschine, Fotos gemacht über Reserveteile, Kolbenstange,
Zylinder, Kolben und eine Menge Kleinkram. Über den Verbrauch ist schon gesprochen worden,
zu Spitzenzeiten 3to g= 0.99, also 3000 Liter/h = 50 Ltr/min bei 7 Zylinder = 7,14Ltr/min,
100U/min = O,0714Ltr/Einspritzung, gerade mal 2 doppelte Pinnchen.
Der Koch hat sich wieder was schönes einfallen lassen, Lömpias mit Fleischfüllung und
gebackenen Reis, lecker. Er hat das Geschick, die asiatische Küche mit der deutschen zu
kombinieren. Zu allen Gerichten bietet er Reis oder Kartoffeln an.
Heute Nacht Zugewinn einer Stunde.
Samstag, 6. März 2004, auf See, Indischer Ozean, zwischen Sumatra und Sri Lanka, sonnig,
29°, NW 3-4
Durch Zeitverschiebung schien heute morgen um 07:00 die Sonne, Sonnenbaden auf unserem
Deck, nicht mehr als eine halbe Stunde, reicht völlig.
Frau H erschien heute morgen auch wieder zum Frühstück, Fieber weg. Zuvor hatte der
Capt. über die Reederei den Rückflug von Colombo organisiert, denn ab Colombo sind wir 10
Tage auf See, die Verantwortung wollte er nicht übernehmen, im Fall, es ist was Ernstes. Nun
soll alles wieder storniert werden.
3 Decksleute turnen in den Kränen, Seile fetten. Gräting bauen für Stauraum vorne unter der
Back. Pool schrubben, jetzt baden wir im Wasser des Indischen Ozeans.