Mittwoch, 18. Februar 2004, auf See, Indischer Ozean, sonnig 30°, Wind E4-5
Eine freudige Überraschung am heutigen Morgen, ein gefüllter Obstkorb vom Stuart.
Ansonsten zieht das Schiff seine Bahn gen Osten.
Ein schöner Sonnentag, heute ist keine Übung, keine
Animation. Heute will ich es wissen: Wie das ist mit
dem Beladungsplan: Jeder Container ist an Hand eines
Stauplans in seiner Lage zu identifizieren. In der
Längsrichtung gibt es Babys, beginnend mit 01 02 03
numeriert, 01 und 03 sind Stellplätze für 20‘, 02, 06,
sind Stellplätze für 40‘ Container. 04 ist crossbay(
Zwischenraum) auch Standplatz für Krane. Weiter
geht es mit 05 06 07 usw. Dieses Schiff verfügt über 11
1/2 Stellplatzreihen für 40‘ Container, oder 23 für 20‘ Container. Quer stehen 12 Container,
jeweils 6 backbord, gerade Zahlen 02 04 06 und steuerbord, ungerade 01 03 05, dann gibt es
noch die Höhenangabe. Die Bezeichnung eines Stellplatzes besteht aus 3 Angaben. Zum
Beispiel 02 05 82.
Am Abend laufen wir in die Straße von Malacca ein. Alle Türen werden verschlossen,
zusätzliche Wache auf der Brücke, das war’s auch schon.
Donnerstag, 19. Februar 2004, Str. von Malacca, Port Kelang, sonnig, 30°, Wind E4-5
Jetzt sind wir in der berüchtigten, von Piraten wimmelnden Seegebiet. Fast jeden Tag
kommen Faxmeldungen von bewaffneten Überfällen auf Schiffe. Es sind meist langsam
fahrende, kleine Schiffe oder Schleppverbände, die gekapert werden. In vielen Fällen können
die Schiffsbesatzungen die Eindringlinge abwehren und die Piraten flüchten. Es ist jüngst ein
Schleppzug entführt worden, die Anti Piraten Zentrale in Kuala Lumpur fahndet nach diesem