Sonntag, 29. Februar 2004, Hongkong, diesig, sonnig, 24°, leichter Wind
Um 06:00 wache ich auf, schaue aus dem Luk,
wieder Container laden, so wie der Abend zuvor
geendet hatte, nur ein Hafen weiter. Nach dem
Frühstück, Wetter SM auf dem Handy: 24°, 93%
Feuchte. Außerdem stand wieder ein Korb Obst
auf der Kammer. In Chiwan wurden
Frischgemüse und Obst gebunkert. Um 12:00
segeln wir, sagte der Capt. Zu kurz, um mit Taxi
im Verkehr stecken zu bleiben und zwischen
Beton zu bummeln. Vom Pier konnte man erstmalig
die Wotan als Gesamtbild auf die Platte bannen.
Zurück an Bord, hatten Händler Ihre Waren in der
Mannschaftsmesse aufgebaut, Uhren, Kimonos, und
Postkarten, die es bisher in China nicht gefunden hat.
Ich hatte mich innerlich schon gefreut, keine
schreiben zu müssen, aber nun gehen sie in Colombo
von Bord. Die Ossis kaufen nach 14 Jahren immer
noch jeden Scheiß. Überaus pünktlich, übrigens in
allen chin. Häfen, segelten wir aus dem Hafenbecken. Fast zeitgleich fuhr noch
Containerschiff raus und 3 andere gingen gen Pier. Der
Warenumschlag ist so stark, daß spezielle Bartschen mit
Ladekränen Container von in der Bucht ankernden Schiffen
übernehmen und in den weiträumigen Seegebiet verteilen,
oder umgekehrt. Der Dunst zog sich etwas zurück und wir
genossen die schöne Skyline von Hongkong und Kauloon. Vor
dieser Kulisse lag das Transeste Schwesterschiff der WOTAN,
frisch aus der Werft, bereitgestellt für eine neue Charter.
Beim Passieren grüßten sich die Schiffe mit dem Gruß 3x lang aus dem Siphon. Und nun sind
wir wieder auf See, im südchin. Meer, knapp 1500sm = 3 Tage, nach Tanjung Pelepas,
westlich von Singapur.
Am Abend wurde Frieda begossen, Enkelkind von H, 1 Woche alt. Gemütliche Runde
mit Capt., Chief Mate, Chief Ing.